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WvO: Dieter Scholz - Spezial 


 

 

Herzliche Grußworte, viel Musik und ein origineller Lehrerchor dankten Dieter Scholz
 
Humorvoller Rückblick auf die "Ära-Scholz" -
Schulleiter verabschiedete sich nach 15 Jahren
 
Dill-Zeitung, Dillenburg, 31. Januar 2003, S. 15

 
DILLENBURG (js) _ „Großer Bahnhof" für den frischgebackenen Ruheständler Dieter Scholz an der Wilhelm-von-Oranien-Schule in Dillenburg: Mehr als 200 Gäste versammelten sich gestern im Foyer des Gymnasiums, um ihrem Direktor „Auf Wiedersehen" zu sagen und ihm die allerbesten Wünsche für den kommenden Lebensabschnitt mit auf den Weg zu geben. 15 Jahre lang hatte der Oberstudiendirektor Scholz die Geschicke der Schule gelenkt und sich dabei manchmal nicht nur Freunde gemacht.Mit stehenden Ovationen dankten zahlreiche Gäste dem scheidenden WvO-Schulleiter Dieter Scholz (vorne links, in Begleitung von Ehefrau Heidrun und Tochter Anke) für sein Engagement und verabschiedeten ihn gestern in den Ruhestand. Bild: js

Der Blockflötenchor unter Leitung von Gisela Boguth leitete die Feierlichkeiten am Donnerstag Nachmittag ein und intonierte mit dem Chor unter Leitung von Armin Müller eine Bearbeitung von „Lobe den Herrn der Welt".

Persönliche, humorvolle, aber auch nachdenkliche Grußworte wünschten dem von Ehefrau Heidrun und Tochter Anke begleiteten und sichtlich bewegten Direktor alles Gute für den neuen Lebensabschnitt. Im Namen des Schulträgers würdigte Landrat Dr. Karl Ihmels das Engagement des ausscheidenden Schulleiters. Gleichzeitig wünschte sich der Politiker, „dass wir in Deutschland bald die Kurve kriegen", wenn es darum gehe das bestehende Schulmodell zu reformieren. Er, so Dr. Ihmels, hoffe auf mehr Gestaltungsmöglichkeiten und Selbstständigkeit für die Schule. Als Schulamtsdirektorin dankte Elfriede Geier für die zwar anstrengende, aber gute Zusammenarbeit mit Dieter Scholz. „Er war immer einen Schritt voraus", erläuterte sie den Ehrgeiz des Oberstudiendirektors und zeigte in humorvoller Weise die einzelnen Stufen seiner Karriere auf. „Keiner war so kenntnisreich in der Erlasslage wie Scholz in Dillenburg und er hat immer für seine Schule gekämpft", begrüßte sie den Arbeitseifer des engagierten Pädagogen. Hartmut Schrewe hatte eine provisorische Urkunde mitgebracht, denn zur Verabschiedung in den Vorruhestand gäbe es noch kein „offizielles" Papier . Mit den Worten „eine Diskussion mit Scholz ist nützlich, aber nicht immer einfach" setzte er einen schmunzelnden Abschluss. Auch der Schulverbund und Nachbarschulen sowie der Obmannsbezirk verabschiedeten Dieter Scholz mit herzlichen Worten. Anerkennende und dankende Worte fanden auch Jutta Simon für den Schulelternbeirat sowie Erik Fuhrmann seitens der Schülervertretung.

Im Namen des Personalrates überreichte Johann Wolferstetter das Geschenk des Kollegiums: eine fünftägige Reise nach Paris für zwei Personen ins Hotel „Du Prés" - inklusive eines Museumspasses und einer Nachtvorstellung im Moulin Rouge. „Sie waren beherzt, offensiv und antreibend für unsere Schule und haben die Probleme beim Schopf gepackt", lobte Wolferstetter den ehemaligen Chef.

Zum Höhepunkt der Verabschiedung dürfte der gesangliche Rückblick des Lehrerchores gehört haben, der wundervoll moderiert von "Vize" Manfred Dietermann, den Saal in Stimmung versetzte.

Musikalisch gaben die Lehrer einen Einblick in die Epoche des Dieter Scholz. "Der Neue" wurde argwöhnisch betrachtet und seine Eigenarten enttarnt. Die Hierarchie an der "WvO" - Hausmeister - Schulamt und Sekretärinnen - musste auch Dieter Scholz erst lernen und begreifen. Melodien aus bekannten Schlagern und Reigen wurden auf Schule und Chef umgedichtet und hervorragend intoniert. Wundervoll erschallte unter anderem "Veronika, der Scholz ist da", oder "Ursel mach kein Quatsch" vom Solisten Johannes Hickel. Alte und neue Bilder aus 15 vergangenen Jahren wurden über eine Leinwand präsentiert und rundeten das "Musical" perfekt ab. Sah doch der junge Scholz aus wie Burt Reynolds und verwandelte sich später in Armin Müller Stahl, befanden die Lehrer in ihrem Rückblick. Auch die "gute Seele" der Bibliothek, Rosi Kowalski, wurde in Liedform geehrt. Abschließend wurde es allen Anwesenden warm um Herz, denn bei der getragenen Weise "Sag beim Abschied leise Servus" und dem "Adieu mein kleiner Gardeoffizier" kam vor allem beim scheidenden Direktor Wehmut auf.

Das letzte Wort im offiziellen Teil sollte ihm gehören und er gestand, auch nach all den Jahren immer noch Spaß an seiner Arbeit gehabt zu haben. Scholz verwies aber auch auf die neue Herausforderung, dass in Deutschland Schule neu gedacht werden müsse. Lehrer sollten lernen, mit Kritik umzugehen und sich neuen Methoden und Modellen zu öffnen. "Ich freue mich mit Ihnen gearbeitet zu haben und darüber, dass sie meine Launen ausgehalten haben", lobte er abschließend Kollegium, Eltern und Schüler und genoss mit ihnen gemeinsam einen Abschiedsimbiss.

 

 

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